Rodde - Kanalhafen

 

Wirtschaftskraft Kanalhafen

Gewerbegebiet prägt den Stadtteil

Baummessen_Schuetzenbruderschaft_Rodde
Jährlich wird der Wachstum eines Ahorn in
Kanalhafen mit einem kleinen Fest dokumentiert.
(©: Schützenbruderschaft
Kanalhafen)

Mit wirtschaftlicher Stärke und großem Gemeinschaftssinn ist Kanalhafen eine wichtige Kraft im Stadtteil Rodde. So wichtig, dass Kanalhafen sogar Namensgeber für die Autobahnanschlussstelle 9 an der Autobahn A 30 ist. Wer also nach Rodde fährt, kommt an Kanalhafen im wahrsten Sinne des Wortes nicht vorbei. Etwa 50 klein- bis mittelständische Unternehmen haben sich hier angesiedelt, sind Arbeitgeber und Wirtschaftskraft für eine ganze Region. Unternehmen, die sowohl in der direkten Umgebung, als auch Deutschland-, Europa- oder sogar weltweit ihre Wirtschaftsfühler ausgestreckt haben.

Vom Wasser auf die Straße

Kanalhafen ist der Teil von Rodde, der den Stadtteil zu einer wichtigen Verkehrsachse macht: Am Hafen des Dortmund-Ems-Kanals, der gleichzeitig namens- und entwicklungsbestimmend für das Gebiet ist, werden täglich unterschiedliche Güter umgeschlagen. Von hier aus gehen sie direkt auf die Straße oder umgekehrt: von der Straße aufs Wasser.

Erste Bewohner mit Bau des Kanals

Unternehmer sowie Bürgerinnen und Bürger leben hier Tür an Tür und machen Kanalhafen somit zu einem Mischgebiet. Die ersten Einwohner siedeln sich mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals ab 1895 an. Weil die Hafenarbeiter kurze Wege favorisieren, fällt schon bald der Startschuss für den Bau der ersten Häuser. Mit der Ansiedelung des Bundeswehrdepots an der Kleinbahnstraße 1974 und der Autobahn 30 im Jahr 1987 entwickelt sich das Gewerbegebiet beständig weiter – bis zu seiner heutigen Größe. Zwei Gaststätten und eine Poststelle entstehen in fast 80 Jahren, verschwinden aber auch wieder aus dem Ortsbild.

Schützenbruderschaft Kanalhafen

Karneval_Schuetzenbruderschaft_Rodde
Zur Karnevalszeit ziehen Schützen der
Schützenbruderschaft Kanalhafen verkleidet
durch den Stadtteil.
(©: Schützenbruderschaft
Kanalhafen)

Doch in Kanalhafen wird nicht nur Wirtschaftsgeschichte für den Stadtteil Rodde beziehungsweise für die Stadt Rheine geschrieben: Auch die Menschen, die hier ihren Lebensmittelpunkt finden, machen den Ort Kanalhafen aus. Als zentraler Punkt der örtlichen Gemeinschaft gilt die Schützenbruderschaft Kanalhafen.

Orte zum Verweilen

Wer mit dem Fahrrad am Kanal unterwegs ist, durchquert Kanalhafen ganz automatisch. Und hier laden gleich drei Orte zu einer wohlverdienten Pause ein: Die überdachte Sitzgelegenheit an der Hafenstraße, die 1996 vom Heimatverein Rodde erbaut wurde, eine Sitzbank am Kanal und gemütliche Holzbänke an der Buchenstraße, direkt an einem Ahornbaum gelegen, dessen Wachstum mit einem jährlichen großen Fest dokumentiert wird. Für die kleinen Bewohner in Kanalhafen gibt es an der Buchenstraße einen riesigen Spiel- und Fußballplatz. Für diese Zwecke stellt das Unternehmen Hollweg, Kümpers & Comp. KG (HKC) das Gelände zur Verfügung. Auch die heimatlos gewordene Schützenbruderschaft Kanalhafen profitiert vom Unternehmen: Räumlichkeiten an der Hafenstraße 38 nutzt sie heute als Vereinsheim.