Mannschaft „schwarz“ siegreich beim Bosseln Große Resonanz beim traditionellen Bosseln der Schützenbruderschaft Kanalhafen

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Bosseln 2021 SchbK webDieses Mal verlief es nicht der Tradition entsprechend: die Schützenbruderschaft Kanalhafen 1951 traf sich am Vereinsheim zum traditionellen Bosselturnier und –nach langer Zeit- war wieder die gegnerische Mannschaft des Protokollführers siegreich. Obwohl sich schon vor Spielbeginn die Mannschaft „rot“ des Protokollführers ziemlich siegessicher zeigte, verlief dieser Bosselnachmittag vom Spielergebnis her ganz anders, als in den vergangenen Jahren. Da halfen auch alle zarten Manipulierversuche von Mannschaft „rot“ nichts: Mannschaft „schwarz“ war an diesem herbstlichen Nachmittag nicht zu schlagen. Die zwei Mannschaften mit je 12 Spielerinnen und Spielern machten sich nach einem Begrüßungsgetränk am Vereinsheim und dem gemeinsamen Foto auf zur Bosselstrecke rings um Kanalhafen. Zur Halbzeit waren beide Mannschaften nach Würfen noch gleichauf, so dass beim Pausentee eifrig um die passende Wettkampfstrategie für den letzten Wegabschnitt diskutiert wurde. Und hier spielte Mannschaft „schwarz“ um den Mannschaftskapitän Harald Schrum ihr ganzes Können aus. Mannschaft „rot“ sah sich nun natürlich entsprechenden Sticheleien durch die Siegermannschaft ausgesetzt, konnte damit aber ganz gelassen umgehen. Die Siegerehrung wurde anschließend im Vereinsheim vorgenommen. Der 1. Vorsitzende der Schützenbruderschaft, Dieter Heymann, bedankte sich bei den Spielerinnen und Spielern für ihre aktive Teilnahme. Zum abendlichen Grünkohlessen kamen noch etliche Schützenbrüder mit ihren Damen hinzu, so dass gut gestärkt das Winterspiel zu späterer Stunde im Vereinsheim endete.

Herdfeuer Heimatverein Rodde: 12. Dezember 2021

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Buch Verhaengnisvolle VerschwoerungAm 10. Dezember 2021 findet im Heimathaus „Alter Bahnhof“ der traditionelle Herdfeuerabend statt. Dieter Heymann aus Rodde - Kanalhafen wird sein neues Buch vorstellen „Verhängnisvolle Verschwörung" welches im September 2021 veröffentlicht wurde.

 

Spieleabend und Bosseln am Kanalhafen

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Schuetzenbruderschaft Kanalhafen LogoAm 18. November 2021 findet ab 19 Uhr wieder ein Spieleabend im Vereinsheim der Schützenbruderschaft Kanalhafen 1951 statt. Eingeladen sind alle, die sich für Karten- oder Gesellschaftsspiele begeistern lassen oder einfach Lust und Zeit zum Klönen haben. Zwei Tage darauf, am kommenden 20. November 2021 findet wieder das traditionelle Bossel-Turnier statt. Hierzu sind neben den Mitgliedern und deren Partnerinnen und Partner auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen. Bei diesem beliebten Winterspiel werden zunächst alle Teilnehmer in zwei Mannschaften aufgeteilt. Danach geht es hinaus in die ländliche Idylle rings um Kanalhafen, wo die Spieler ihre Stärken und Taktiken an und mit der Bossel-Kugel ausspielen können. Bleibt abzuwarten, welche Mannschaft am Ende der Bosselstrecke die wenigsten Würfe benötigt hat und als Sieger aus dem Wettstreit hervorgeht. Im Anschluss gibt es um ca. 18 Uhr für alle ein gemeinsames Grünkohlessen im Vereinsheim. Selbstverständlich sind hierzu auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen und auch für die Älteren ist eine Teilnahme am gemeinsamen Abendessen möglich. Die aktiven Spieler treffen sich zum Bosselstart am 20. November 202 um 13 Uhr am Vereinsheim. Für das Abendessen bittet der Vorstand um eine Anmeldung bis zum 15. November bei Peter Schomacher, Tel. 0173/7218517 per Whatsapp oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Bauerschaftsversammlung: Rodde soll weiter wachsen

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Bauerschaft Rodde webText: Doro Offenberg

Im Rahmen der Bauerschaftsversammlung 2021 konnte der Bauerschaftsvorsteher Günter Veltmann über 50 Teilnehmer im Jägerkrug begrüßen. Nach seinem umfangreichen Jahresbericht stellte Dr. Rode vom Wasserstraßenneubauamt Datteln den Schleusenneubau in Rodde vor. In einem informativen Bildbericht wurde deutlich, dass die 100 Jahre alten Schleuse den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden würde. Ein Ausbau auf 12,50 m Breite und 140 m Länge sei erforderlich, damit auch die Großgüterschiffe dieses Nadelöhr passieren können. Die in 3 Bauabschnitte aufgeteilte und mit 100 Millionen Euro veranschlagte Maßnahme sollte 2026 fertig gestellt sein; „allerdings sei man schon jetzt mit einem Jahr Verzug unterwegs“, so Dr. Rode. Eigens für den Schleusenneubau habe das WSA eine Baustraße mit direktem Zugang zur Schleuse gefertigt, damit „Schweres Gerät“ nicht unnötig durch den Ort rollen muss. Geplant sei eigentlich, dass diese Straße nach Beendigung der Maßnahme wieder zurückgebaut werden sollte. Ludger Thiemann äußerte jedoch vom Stadtteilbeirat den Wunsch, die Straße beibehalten zu wollen, damit die Buslinie R93 dort hergeführt werden könnte. Dr. Rode entgegnete dem, dass man sich in diesem Fall durch die Stadt Rheine eine öffentlich rechtliche Genehmigung einholen müsse.

Der Bürgermeister der Stadt Rheine, Dr. Peter Lüttmann, nahm diesen Wunsch mit auf, bevor er über aktuelle Themen aus dem Rathaus berichtete. So sei er sehr zufrieden, dass in Rheine eine hohe Impfbereitschaft seitens der Bevölkerung bestehen würde. „Wir sind da deutlich über dem Landesdurchschnitt und das Land NRW sei noch über dem Bundesdurchschnitt“, so Lüttmann. Erfreulich zeigte er sich über den Rodder Dorfladen, der in Kürze eröffnen werde. „Ein absolutes Leuchtturmprojekt in NRW“, dass sicherlich Schule machen werde. „Ich habe gehört, dass ich bei der Eröffnung an der Kasse sitzen werde“, schmunzelte Lüttmann weiter. Im Zuge des Dorferneuerungsprogamms würde auch Rodde die nächsten Jahre noch profitieren, versprach Lüttmann. Über die Gebäudewirtschaft sei ein Betrag für die Sanierung der WC-Anlage der Rodder Grundschule im kommenden Jahr bereitgestellt. Zudem sei der Fortbestand der KiTa und der Grundschule in Rodde aktuell gesichert.

Ludger Thiemann gab zum Kirchenumbau an, dass das Architektenbüro die Baupläne vorgestellt habe. „Vermutlich könnte der Kirchenumbau im nächsten Frühjahr starten“, so Thiemann. Ratsmitglied Markus Tappe berichtete vom Bau- und Mobilitätsauschuss, dass inzwischen die 15 Bauplätze des Baugebietes „Im Lied – Süd, Teil B“ in der Vermarktung seien. Da es sich um eine städtische Baufläche handele, sei ein öffentliches Vergabeverfahren mit einem Punktesystem erfolgt. Nach 247 Interessenbekundungen habe es schlussendlich 90 ernsthafte Bewerbungen gegeben, so Tappe. „Hier kann man eindeutig den Wunsch nach EFH in Rodde erkennen und es würde dem Ort guttun, wenn sich Familien mit Kindern in Rodde ansiedeln würden, denn so sei auch mittelfristig die Schule zu halten“, brachte es Markus Tappe auf den Punkt. Ebenso sah er es als äußerst wichtig an, dass der Eisenbahnhaltepunkt Rodde reaktiviert werden müsste. Vertreter des Verkehrsministeriums hätten zwar geäußert, dass aufgrund des engen Fahrplans ein zusätzlicher Halt in Rodde technisch und praktisch nicht möglich sei. Tappe entgegnete jedoch, dass es dennoch möglich sei, da die Bahnlinie RE15/60 in Rheine starten bzw. enden würde. Diese könne somit entweder 2 min früher starten, oder 2 min später ankommen, ohne den Anschluss zu gefährden. Aber hierzu würde es zeitnah noch eine Videoschalte mit den Bahnverantwortlichen geben. Zum Ende der Versammlung las Günter Veltmann traditionell aus dem alten Bauerschaftsbuch vor und kündigte für übernächstes Jahr das 200 jährige Jubiläum der Rodder Bauerschaft an.

Bauerschaft Versammlung am 4. November 2021

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Text: Doro Offenberg

Am 4. November 2021 findet um 20 Uhr die diesjährige Bauerschaftsversammlung von Rodde im „Jägerkrug“ statt. Neben dem Bürgermeister der Stadt Rheine, Dr. Peter Lüttmann, wird auch der für Rodde zuständige Bezirksdienstbeamte Polizeihauptkommissar Thamm anwesend sein. Ludger Thiemann wird vom Stadtteilbeirat berichten und Pastor Bernhard Brirup über den anstehenden Kirchenumbau informieren. Eingeladen sind alle in Rodde und Kanalhafen wohnenden Bürger. Besonderer Hinweis: Es gilt die 3G-Regelung.
Im letzten Jahr musste die Versammlung, die in Rodde eine langjährige Geschichte hat, aufgrund der Corona Pandemie abgesagt werden.

Bei der Bauerschaftsversammlung wird an die alte Tradition der Pachteintreibung angeknüpft, früher Bauerschaftsrechnung genannt. Damals war es quasi Pflicht, als Neubürger, Zugezogener oder Neuverheirateter an der Bauerschaftsversammlung teilzunehmen. Um in die Bauerschaft Rodde aufgenommen zu werden, zahlte der Bürger ein sogenanntes „Willkomms“, einen Willkommensbeitrag in Höhe von 5 DM. Dieser Betrag wurde in den 80er Jahren auf 10 DM und später auf 10 Euro angeglichen. Die Mitgliedschaft zählt dann ein Leben lang. Weiterhin ist es möglich die Kasse der Bauerschaft durch kleine Spenden aufzubessern.

Das ist in den letzten Jahren immer mal wieder vorgekommen. Zusammen mit diesem Geld und der kleinen Pachtzahlung seitens der Stadt Rheine für die Bullenwiese in Rodde gibt es dann zwei oder drei Runden Freibier bei der Versammlung. Günter Veltmann hat vor einigen Jahren das Amt des Bauerschaftsvorstehers in Rodde von Martin Tappe übernommen. Martin Tappe hatte 2003 noch ein Buch von 1823 in seinem Besitz, in dem sämtliche Pachtzahlungen aus Rodde festgehalten sind. Dieses Buch liegt inzwischen im Stadtarchiv in Rheine, eine Abschrift hat der jetzige Bauerschaftsvorsteher, Günter Veltmann. Das Folgebuch führt Markus Tappe weiter. Vor Martin Tappe hatte sein Vater Bernhard, 25 Jahre das Amt des Bauerschaftsvorstehers inne.

Die Bauerschaft Rodde hat bedingt durch die Eingemeindung in die Stadt Rheine ein wenig an Bedeutung verloren, aber dennoch halten die Bürger an Traditionen fest. Der vielseitig interessierte und engagierte Markus Tappe, jetzt Ratsmitglied für den Wahlkreis Rodde, hat inzwischen die Erfahrung gemacht, dass die Rodder sehr an alten Geschichten interessiert sind. Vor allem dann, wenn er bei der Versammlung aus dem alten Bauerschaftsbuch von 1823 berichtet. Im Jahr 2023 wird das 200-jährige Jubiläum begangen.