Baubeginn für den Ersatz der Schleusen Rodde in 2020

am .

schleuseJetzt geht es los: Der Planfeststellungsbeschluss für den Ersatz der Schleusen Bevergern und Rodde ist seit Juli 2018 bestandskräftig. Auf dieser Grundlage wird das Wasserstraßen-Neubauamt Datteln im kommenden Jahr mit den ersten Baumaßnahmen in Nordrhein-Westfalen beginnen. Hier wird die Schleuse Rodde ab Frühjahr 2020 ersetzt. Zunächst wird eine Baustellenzufahrt von der Fernrodder Straße bis in die Ortslage hergestellt. Anschließend werden Teilbereiche der alten Fahrt verfüllt und vorbereitende Arbeiten auf der Schleuseninsel durchgeführt. Start der Hauptbaumaßnahme für die neue Schleuse ist voraussichtlich 2022.

Zu den eigentlichen Arbeiten am Schleusenstandort Rodde gehören aber auch Arbeiten in Bevergern und Ibbenbüren. In Bevergern wird ein Teil der planfestgestellten Bodenmanagementfläche vorbereitet. Hierfür wird zunächst eine Baustellenzufahrt von der Westfalenstraße gegenüber der Einmündung der Huckbergstraße zum unteren Vorhafen der Kleinen Schleuse Bevergern gebaut. Dort entsteht dann eine Umschlagstelle für die Schifffahrt. Nördlich davon werden zwischen Kanal und Langekämpenstiege weitere Baustraßen hergestellt, Oberboden abgetragen und ein Sichtschutzwall gebaut.

Die Ablagerungsfläche Dörenthe in Ibbenbüren wurde vom Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine bereits für den Ausbau des DEK Los 16 (Querschnittserweiterung Strecke Dörenthe bis Riesenbeck) für die Ablagerung überschüssiger Bodenmassen verwendet. Bisher wurde nur der nördliche Teil in Anspruch genommen. Mit den zukünftigen Baumaßnahmen für die neuen Schleusen wird auch die Fläche im südlichen Teilbereich aufgefüllt. Hierfür wird am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals eine Umschlagstelle hergestellt.

Baumaßnahmen starten mit Rodungsarbeiten

In Vorbereitung auf die im nächsten Jahr beginnenden Bauarbeiten werden ab dem kommenden Monat die vorhandenen Gehölze in den Baufeldern entfernt. Dies betrifft die Flächen im Umfeld der Schleuse Rodde. Auch auf der Ablagerungsfläche Dörenthe müssen vereinzelt Gehölze entfernt werden. Hierfür hat der Bundesforstbetrieb Rhein-Weser, Forstrevier Seeste in Westerkappeln, ein Vergabeverfahren mit einer öffentlichen Ausschreibung durchgeführt. Mit den Arbeiten beauftragt wurde die Breddemann Forstgesellschaft mbH & Co. KG aus Waltrop. Der Bundesforstbetrieb wird die Arbeiten überwachen und naturschutzfachlich begleiten.

Kurzinformation zum Projekt „Neue Schleusen DEK-Nord“

Der Dortmund-Ems-Kanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands. Das Projekt „Neue Schleusen DEK-Nord“ sieht vor, dass die alten Schleusen in Bevergern, Rodde, Venhaus, Hesselte und Gleesen entlang der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals durch neue Schleusen ersetzt werden. Träger des Projekts ist das Wasserstraßen-Neubauamt Datteln. Mit dem Ersatz der alten Schleusen soll der Dortmund-Ems-Kanal für die Binnenschifffahrt zukunftssicher gemacht werden. Die fünf neuen Schleusen verfügen über größere Abmessungen und ermöglichen die Durchfahrt für Großmotorgüterschiffe (110 m x 11,45 m) und übergroße Großmotorschiffe (135 m x 11,45 m). Die Anpassung der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 als Projekt mit vordringlichem Bedarf verankert. Mit den ersten Baumaßnahmen wurde im Frühjahr 2016 am Schleusenstandort Gleesen begonnen. In Hesselte wurde 2017 eine Bodenmanagementfläche in Betrieb genommen. In 2018 wurde der Hauptauftrag für das neue Schleusenbauwerk in Gleesen vergeben.