Umfrage zur Nahversorgung für Rodde

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92 Prozent der an der Rodder Umfrage teilgenommenen Haushalte sind an einer Nahversorgung interessiert, 94 Prozent würden das Angebot einer Bäckerei nutzen und 14 Prozent der Befragten, die über 61 Jahre alt sind, würden gerne in eine barrierefreie Wohnung in Rodde ziehen. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage, die die Initiative ProRodde von Dezember bis Februar durchgeführt und nun Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder vorgestellt hat. Im Rahmen der Präsentation suchte die Initiative die beratende Unterstützung der Stadtverwaltung. (© Stadt Rheine)

 Dr. Angelika Kordfelder lobt Roddes Einsatz

Unfrage Rodde Ergebnis 3 webIm Austausch mit der Bürgermeisterin bekamen Heike Vienerius und Meike Kluska, die die Initiative ProRodde bei dem Termin vertraten, wertvollen Input in Sachen Bäcker- und Investorenansprache. Auch signalisierte Dr. Angelika Kordfelder geöffnete Türen, wenn es um die Standortfrage an der Kreuzung Im Lied/Nahrodder Straße für ein kombiniertes Angebot Bäcker und barrierefreies Wohnen gehen soll. Gleichzeitig gab sie auch zu bedenken, dass es kein einfacher Weg in der Investorensuche werde, denn „die denken häufig in großen Dimensionen und einer hohen Rentabilität“, räumte Dr. Kordfelder ein. Für einen möglichen Standort hat ProRodde ausgewiesene Baugrundstücke der Stadt Rheine im Auge. Hier sei auch der Durchgangsverkehr mit Berufspendlern eine mögliche Einnahmequelle für den sich ansiedelnden Bäcker – im Sommer sei der nahegelegene Dorfplatz Rastpunkt vieler Radfahrer. „Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben. Dieses Engagement im Stadtteil Rodde finde ich richtig klasse. Weiter so“, machte das Stadtoberhaupt von Rheine nach der Präsentation der Initiative ProRodde weiter Mut.

Rücklaufquote von 25 Prozent

Unfrage Rodde Ergebnis 1 webDiese freut sich aktuell über die tolle Rücklaufquote von mehr als 25 Prozent: Von 429 Haushalten in Rodde, haben 109 teilgenommen. Abgefragt wurde das Rodder Interesse an einer Nahversorgung und dem Angebot von barrierefreien Wohnungen. „Wir können uns das am besten in einer Kombination vorstellen“, sagt Gisela Horstmann, Mitglied der Initiative. Dass sich ProRodde für einen lebens- und liebenswerten Stadtteil einsetzt, haben bereits viele Aktionen in der Vergangenheit gezeigt, die auch von den örtlichen Vereinen und Verbänden unterstützt wurden. „Nahversorgung  ist mit unter ein wichtiger Grund, Rodde als Wohnort auszuwählen“, sagt Simone Elmer von ProRodde. „Das bindet Neu- und Altbürger an den Ort, hält Grundstückspreise stabil, lässt Vereine existieren und unseren Schul- sowie Kindergartenstandort festigen“, erklärt Ralf Horstmann weiter.

Bäckerei mit Café

Weil aber mit der Ansprache eines möglichen Investors und/oder Bäckerladens eine Bedarfserhebung notwendig wurde, hat sich die Initiative für eine Umfrage entschieden. „Dabei haben wir noch ein paar andere Dinge  rund um die Nahversorgung abgefragt“, erinnert sich Heike Vienerius, die gemeinsam mit Ralf Horstmann und Sandra Tappe die Umfrage ausgewertet hat. So würden es 63 Prozent der Befragten begrüßen, wenn die Bäckerei ein Café angliedern würde. 79 Prozent würden auch ergänzende Zusatzangebot wie Milch, Zucker, Butter, Aufschnitt etc. nutzen, 59 Prozent wünschen sich einen SB-Banken-Center und 17 Prozent würden gerne Zeitschriften kaufen. Etwa 42 Prozent planen, das Nahversorgungsangebot zwei bis dreimal in der Woche zu nutzen. Unfrage Rodde Ergebnis 2 web

Barrierefreie Wohnungen

Da auch der demografische Wandel in Rodde Einzug hält und die Anzahl der älteren Bürger ansteigt, stand in der Umfrage das Thema Wohnen im Alter im Fokus. „35 Prozent der Befragten würden gerne in Rodde wohnen bleiben, aber in den eigenen vier Wänden, die vor 50 oder 60 Jahren gebaut und nicht altersgerecht eingerichtet wurden, ist das kaum möglich“, erklärt Meike Kluska von ProRodde. In der Befragtengruppe der über 61-Jährigen ziehen 26 Prozent eine barrierefreie Wohnung den eigenen vier Wänden vor, 14 Prozent haben sogar ein starkes Interesse an einem solchen Angebot vermeldet.

Gespräche mit Investoren suchen

Unfrage Rodde Ergebnis 4 webMit den Ergebnissen will die Initiative ProRodde nun das Gespräch bei Bäckereien und möglichen Investoren für ein Gebäude mit barrierefreien Wohnungen suchen. „Im Idealfall finden wir einen Investor, der ein Gebäude errichtet, in dem Wohnen im Alter möglich ist und das eine Bäckerei mit einem Café sowie einem kleinen SB-Banken-Center Fläche bietet“, wünscht sich Sandra Tappe von ProRodde. Bäckereien wurden bereits kontaktiert, Investoren sollen in den nächsten Monaten angesprochen werden. „Nun gilt es abzuwarten, was sich für den Stadtteil Rodde realisieren lässt“, sagt Gisela Horstmann.