Zahlreiche Zuhörer bei Bauerschaftsversammlung 2017

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Bauerschaftsversammlung 2017 05Text und Bilder: Markus Tappe 
59 interessierte Rodder Bürger fanden sich pünktlich um 20 Uhr in der Gaststätte Jägerkrug zur Bauerschaftsversammlung ein. Der Bauerschaftsvorsteher Günter Veltmann begrüßte besonders Pastor Brirup, den Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann sowie seinen Stellvertreter Udo Bonk, den ehemaligen Bauerschaftsvorsteher Martin Tappe und die Vereinsvertreter aus Rodde und Kanalhafen. Nach einer Gedenkminute zu Ehren der verstorbenen Bürger aus Rodde und Kanalhafen verlas Markus Tappe zunächst das Protokoll der letztjährigen Bauerschaftsversammlung. Danach trug Günter Veltmann den umfangreichen Jahresereignisbericht von Rodde und Kanalhafen vor.

Hier wurde von sämtlichen Veranstaltungen und Geschehnissen im Ort berichtet. Der Bürgermeister der Stadt Rheine, Dr. Peter Lüttmann, konnte in Bezug auf den von den Rodder Bürgern geforderten Radweg entlang der Fernrodder Straße keine Neuigkeiten verkünden. Dafür liegt der Planfeststellungsbeschluss des Kanalausbaus und dem damit verbundenen Schleusenneubaus vor; dieser kann im Rathaus der Stadt Rheine eingesehen werden. Ferner verkündete der Bürgermeister, dass das Bebauungsplanverfahren „Im Lied“ auf das Jahr 2018 vorgezogen wurde. Im kommenden Jahr sollen die planerischen Voraussetzungen für die daran anschließende Erschließung geschaffen werden. 2019 könnten dann die ersten Grundstücke vermarktet werden. „Wenn wieder Familien in Rodde ein Haus bauen, dann ist auch die Nahversorgung sichergestellt“, so der Bürgermeister. „Vor Ort kaufen, dieser Slogan fängt schon im kleinen an“, so Lüttmann weiter.

Rodde hat großes Potenzial

Auch Udo Bonk sieht in Rodde großes Potential. „Hier wird sich in den nächsten Jahren noch einiges tun, da bin ich mir sicher und davon wird Rodde profitieren. Nehmt an den öffentlichen Sitzungen des Stadtteilbeirates teil. Dann kommen die Wünsche und Anregungen auch im Rathaus an“, so der stellvertretende Bürgermeister Udo Bonk. Ludger Thiemann vom Stadtteilbeirat berichtete vom Wunsch, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h auf die Nahrodder Straße bis zur Einmündung „Im Lied“ ausgeweitet wird. Das Projekt Spielplatz sei nahezu abgeschlossen. Neue Geräte wurden aufgestellt, diese werden von den Kindern gut angenommen.

Kirchenumbaupläne ruhen

Pastor Brirup äußerte, dass die Planungen zu einem möglichen Kirchenumbau aktuell ruhen. Bei der Umgestaltung des Rodder Friedhofes sei inzwischen die Genehmigung für die Urnenbeisetzung unter Bäumen auf dem vorderen Teil des Friedhofes vorhanden. Schon in Kürze werde mit der Anlegung eines Fußweges begonnen. Brirup fügte hinzu, dass man sich im Friedhofsausschuss intensiv mit diesem Thema beschäftigt habe. Das Protokoll der Gemeindeleitung hängt dementsprechend im Schaukasten an der Kirche aus. Der für Rodde zuständige Bezirksdienstbeamte, Polizeihauptkommissar Armin Hoffmann, gab an, dass Rodde auf der Karte der Kriminalitätsstatistik ein „weißer Fleck“ sei. Dennoch sensibilisierte er die Rodder Bürger auf die anstehende dunkle Jahreszeit. „Gewöhnlich steigen dann die Fallzahlen bei Wohnungseinbrüchen. Hier ist die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Zum Glück gibt es in Rodde aber intakte Nachbarschaften, die Auffälligkeiten bei der Polizei melden“, so Armin Hoffmann. Gegen Ende der Versammlung gab der Bauerschaftsvorsteher noch Einblicke in das alte Bauerschaftsbuch. Aufmerksam verfolgten die Versammlungsteilnehmer den Worten von Günter Veltmann, der von Geschehnissen vor 100 Jahren in Rodde berichtete.Sichtlich erfreut war Günter Veltmann über ein Buchgeschenk. Dieses wurde ihm seitens der Bauerschaft überreicht, da er erst kürzlich das Fest der Goldenen Hochzeit mit seiner Ehefrau Anita feiern durfte.